Verbraucher in Europa sind bereit, biometrische Technologien für sicheres Bezahlen einzusetzen

  • Zwei Drittel aller Verbraucher möchten biometrische Technologien für das Bezahlen nutzen.
  • Drei Viertel sehen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, die biometrische Technologien mit einem Bezahlgerät kombiniert, als sichere Zahlungsmethode an.
  • Die Hälfte aller Befragten glauben, dass Bezahlen mit biometrischen Technologien schneller und einfacher ist.
  • Fingerabdruckerkennung ist die beliebteste Form der biometrischen Technologien.

Wien, 19. Juli 2016 – Visa Inc. (NYSE: V) Laut einer neuen Studie von Visa sind Verbraucher in Europa interessiert daran, biometrische Technologien beim Bezahlen zu nutzen – insbesondere wenn diese mit klassischen Sicherheitsmaßnahmen verbunden werden. Fast drei Viertel (73 %) der Befragten sehen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, die biometrische Technologien mit einem Bezahlgerät kombiniert, als sichere Methode an, den Kontoinhaber zu bestätigen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung kombiniert dabei verschiedene Ansätze: Sie verifiziert zum einen den physischen Besitz, zum Beispiel einer Karte oder eines mobilen Endgeräts. Zum anderen bestätigt sie die Identität einer Person, beispielsweise durch ein biometrisches Merkmal, mit einer PIN oder mit einem Passwort. Bei Abwägung der verschiedenen Bezahlsituationen – Zuhause oder im Handel – würden mehr als zwei Drittel (68 %) der Befragten die biometrische Technologie als Authentifizierungsmethode nutzen. Davon könnten am meisten Online-Händler profitieren: Etwa ein Drittel (31 %) gaben an, einen Online-Einkauf wegen des Sicherheitsprozesses beim Bezahlen abgebrochen zu haben.

Jonathan Vaux, Executive Director of Innovation Partnerships bei Visa, sagt: „Biometrische Identifizierung und Verifizierung sorgen für große Aufmerksamkeit im Bezahl-Sektor, denn sie geben uns die Möglichkeit, das Kundenerlebnis zu verbessern. Unsere Untersuchung zeigt, dass biometrische Technologien als sehr vertrauenswürdige Form der Authentifizierung wahrgenommen werden, gerade weil Menschen sie durch die Nutzung auf ihren Devices immer besser kennenlernen.

Eine Herausforderung ergibt sich dann, wenn biometrische Technologie als alleinige Form der Authentifizierung vorgesehen ist. Diese kann zu einer falschen Authentifizierung führen. Denn anders als eine PIN, die entweder richtig oder falsch eingegeben werden kann, sind biometrische Technologien nicht binär, sondern sie bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung. Biometrische Technologien funktionieren am besten, wenn sie mit anderen Faktoren verknüpft werden, wie zum Beispiel mit dem jeweiligen Gerät, mit Ortungstechnologien oder zusätzlichen Authentifizierungsmethoden. Deswegen ist es wichtig, einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen, der eine große Bandbreite an Basistechnologien in Betracht zieht. So können wir zu einem besseren Kundenerlebnis beitragen – von der Bereitstellung einer Karte über den Einkauf bis hin zur Abfrage des Kontostands.“

Der biometrische Authentifizierungsprozess bietet einige Vorteile: Er kann die Identität einer Person anhand eines spezifischen persönlichen Merkmals ermitteln – beispielsweise durch den Fingerabdruck oder das Irismuster. So glaubt die Hälfte aller Befragten (51 %), dass die Authentifizierung mit biometrischen Merkmalen schneller und einfacher als klassische Authentifizierungsmethoden ist. Gleichzeitig begrüßt ein Drittel der Befragten (33 %), dass ihre Daten dank biometrischer Authentifizierung selbst bei einem Verlust des Endgerätes sicher sind.

„In Zukunft können Kunden aus einer immer größeren Bandbreite an Zahlungsmethoden wählen. So wie sich das Bezahlverhalten abhängig vom Ort und vom Endgerät verändert, müssen Authentifizierungsmethoden für den jeweiligen Anwendungsfall geeignet sein“, betont Jonathan Vaux. „Obwohl die biometrische Authentifizierung ermöglicht, die richtige Balance zwischen Komfort und Sicherheit sicherzustellen, ist diese Methode nicht die einzige Lösung. Künftig werden wir einen Mix aus verschiedenen Lösungsansätzen sehen – abhängig von der Kaufsituation. Wir verbessern kontinuierlich unsere Standards, um diese Technologien als gleichwertige Formen der Authentifizierung zu nutzen. Wir wollen damit erreichen, das Bezahlen weiterhin sicher, einfach und diskret erfolgen kann.“

Fingerabdruck ist ein vertrautes biometrisches Verfahren

Die Studie mit über 14.000 befragten Europäern zeigt, dass Diskretion und Vertrautheit mit biometrischen Verfahren wichtige Faktoren für die Akzeptanz dieser Technik sind. Mit der Einführung des mobilen Bezahlens wird die Erkennung des Fingerabdrucks, aufgrund der Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit, als vorteilhafteste Form der biometrischen Authentifizierung angesehen (siehe Abb. Verbraucherpräferenzen). Wird lediglich die wahrgenommene Sicherheit betrachtet, denken insgesamt 81 % der Befragten, dass Fingerabdrücke die sicherste Authentifizierungstechnologie sind, gefolgt von einem Iris-Scan (76 %).

Mehr als die Hälfte (53 %) der befragten Europäer würden deshalb eher den Fingerabdruck als eine der anderen biometrischen Authentifizierungsmethoden für das Bezahlen nutzen (siehe Abb. Verbraucherpräferenzen).

Ob beim Bezahlen von Waren oder Services im Geschäft (12 %) oder beim Online-Shopping von Zuhause (15 %), in Europa würden nur wenige Menschen Gesichts- oder Stimmerkennung als Authentifizierungsmethode bevorzugen.

Das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Funktionalität ist der Schlüssel

Mehr als zwei Drittel (67 %) der Befragten gaben an, dass sie sich über die Bedeutung ihrer Sicherheitsdetails zum Schutz der eigenen Identität im Klaren sind. Deshalb müssen neue Formen der Authentifizierung ein Gleichgewicht zwischen der Schnelligkeit und der Sicherheit von Bezahlvorgängen schaffen.

Die Studie belegt auch, dass biometrische Authentifizierung für Online-Transaktionen beinahe genauso hoch bewertet wird wie am Point-of-Sale, wo es häufig auf Schnelligkeit ankommt:

  • 48 % würden die biometrische Authentifizierung für öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • 47 % würden die biometrische Authentifizierung beim Bezahlen in einer Bar oder einem Restaurant einsetzen
  • 46 % würden die Technologie beim Einkaufen im Handel verwenden, z. B. im Supermarkt, in Cafés oder Fast-Food-Restaurants
  • 40 % würden sie beim Online-Shopping nutzen
  • 39 % würden sie beim Herunterladen von Daten einsetzen

Über die Studie

Zusammen mit Populus hat Visa die Studie „Biometric Payments“ in Auftrag gegeben. Für die Studie wurden im Zeitraum vom 22. April bis 6. Mai 2016 insgesamt 14.236 Personen in sieben europäischen Ländern befragt: Großbritannien, Schweden, Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen. Pro Land wurden etwa 2.000 Menschen befragt.

Über Visa Inc.

Visa Inc. (NYSE:V) ist ein globales Unternehmen für Zahlungstechnologie. Visa verbindet Verbraucher, Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen in mehr als 200 Ländern und Regionen und ermöglicht schnelles, sicheres und zuverlässiges elektronisches Bezahlen. Wir betreiben mit VisaNet eines der fortschrittlichsten Netzwerke für Transaktionsabwicklung weltweit. Dieses Netzwerk ermöglicht die Abwicklung von 65.000 Transaktionen pro Sekunde und bietet Verbrauchern Schutz vor Betrug und Händlern sichere Bezahlmöglichkeiten. Visa ist keine Bank und gibt selbst keine Karten aus, verlängert keine Kredite und legt nicht die Preise und Gebühren für Verbraucher fest. Die Innovationen von Visa ermöglichen es Finanzinstituten, ihren Kunden eine größere Auswahl zu bieten: unabhängig davon, ob sie direkt mit Debitprodukten, im Voraus mit Prepaidprodukten oder im Nachhinein mit Kreditkartenprodukten bezahlen. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Webseite (www.visaeurope.com), dem Visa Vision Blog (www.vision.visaeurope.com) und @VisaEuropeNews